Montag, 25. April 2016

36. Berliner Halbmarathon am 03.04.2016

Beim Halbmarathon in Berlin wollte ich ein bisschen Temposchärfe bekommen. Hamburg ist eine Woche vor London, sodass ich das Training etwas anpassen musste. Der letzte Lange Lauf war am Ostermontag. 30 Kilometer in 03:24 Stunden. Leider liefen 2 von 3 langen Läufen nicht so gut. Für Berlin hatte ich aber große Hoffnung.
Am 03.04.16 machten wir uns recht früh mit dem Zug auf den Weg nach Berlin, um noch genug Zeit zu haben, um die Startnummer abzuholen. Britta hatte sich auch für den Lauf angemeldet, sodass wir gemeinsam auch mit den Kindern in die Hauptstadt fuhren. Vor Ort lief alles reibungslos, der Chip war ok, die Nummern bekamen wir schnell, wir hatten noch genug Zeit für diverse Toilettengänge. 


So langsam füllte sich der Startbereich und ich machte mich eine knappe halbe Stunde vor dem Start auf, um meine Sachen zu den Transportern zu bringen. Der LKW für meine Sachen war ziemlich weit hinten, sodass ich ihn nicht gleich fand. Als ich wieder zurück bei Micha und Britta war, guckte er mich mit großen Augen an und fragte, ob Frieda nicht mit mir gegangen sein.

Oh nein, wie konnte das nur passieren, meine größte Sorge, war dass uns eins der Kinder in dem Gewusel verloren geht und jetzt ist es tatsächlich passiert. Panisch machte ich mich auf die Suche. Es war allerdings die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Überall war buntes Treiben und die kleine Frieda nicht auffindbar. Wir überlegten kurz und gingen sofort zum Lost and Found Punkt, dort ließen wir Frieda ausrufen. Keine 10 Minuten später kam jemand auf uns zu und fragte ob wir die kleine Maus suchen, ja, Gott sei dank, eine nette Läuferin kam uns mit Frieda an der Hand entgegen und ich war total aufgelöst. Die Nerven lagen blank und die Tränen kullerten. Frieda war ganz verwundert und meinte nur, wo denn ihre Mama gewesen sei. Sie ließ mich nicht mehr los. Auch der kleine Paul wurde immer ruhiger und wich seinem Papa nun nicht mehr von der Seite.


Nach dieser Schrecksekunde sollte es an den Start gehen. Als der Startschuss fiel, rannte ich los und .... nach 3 Kilometer brach ich total ein. Meine Beine waren total fest. Ich hatte das Gefühl nicht vorwärts zu kommen. Ich sackte immer weiter ab in einem 6-6.30 Minuten/ Schnitt. Ich hatte Durst, die Beine waren total schwer und ich wußte nicht wie mir geschieht. Ich nahm jeden Getränkepunkt mit, zog mir das Gel rein, aber nichts sollte helfen. Es machte auch irgendwie keinen Spaß. Die Stimmung an der Strecke wollte nicht so recht überspringen. Lediglich beim Check-Point Charly bekam ich wieder Gänsehaut.
Am Liebsten hätte ich den Lauf abbrechen können. Zum Glück war es "nur" der Halbe. Im Ziel nach 2:07:07 angekommen, war ich sauer und traurig zugleich. Ich hatte noch genug Luft, aber die Beine wollten nicht so wie ich gerne wollte.


Wer weiß woran es lag, an den Schreckmoment mit Frieda, an den ungewohnt warmen Temperaturen von 20 Grad oder einfach am Übertraining für den Marathon. Diesen Lauf werde ich so schnell nicht vergessen.

Beim Berliner Halbmarathon hatte ich in den letzten Jahren leider kein Laufglück. Letztes Jahr hatte mich 5 Wochen vor dem Start ein ordentliche Erkältung heim gesucht.

Wenn man sich so meine Zeiten in den letzten Jahren ansieht, war ich in Berlin nie so richtig gut: 

2004     02:19:41 Stunden
2005     02:16:00 Stunden
2006     02:24:13 Stunden
2012     02:09:57 Stunden
2015     02:07:28 Stunden

Und in diesem Jahr: 
2016     02:07:07 Stunden



Ich bin dieses Jahr einfach losgestürmt mit dem Ziel eine neue Bestzeit bzw. wenigstens unter 2 Stunden auf die Straße zu bringen. Zum Glück gibts Statistiken. Und wenn man sich meine Zeiten in den letzten Jahren ansieht, war es in diesem Jahr sogar eine Bestzeit.

Bis zum Hamburg Marathon sollten nur noch kleinere lockere Einheiten folgen. So eine Schlappe wie in Berlin sollte nicht noch einmal passieren.

Dienstag, 22. März 2016

März 2016: - Team-Marathon - sportmed. Untersuchung - Frauenlauf - Hamburg-Marathon

Heute gibt es mal einen neuartigen Post von mir. Eine chronologische Übersicht der Ereignisse, die sich seit der Jahresplanung entwickelt hat, viel Spaß beim lesen.

02.03.2016: klares Ziel vor Augen: London
3 Wochen Marathon-Training liegen schon hinter mir. In 9 Wochen gehts in London an den Start. In dieser Woche ist Micha auf Dienstreise, sodass ich erst am Wochenende wieder zum laufen komme. Das Kribbeln in den Beinen lässt aber nicht nach. Durchschnittlich komme ich schon auf 50-60 km in der Woche. 

Letzten Sonntag lief ich 20 km die Beetzseerunde. Trotz schönem Wetter hatte ich allerdings ganz schön mit mir zu tun. Der Magen grummelte, der Puls war zu hoch und das allgemeine Wohlbefinden ließ sich nicht so recht entfalten. Da ist es wohl ganz gut, wenn ich diese Woche etwas kürzer trete. 

Mein Funktionstraining habe ich jetzt nach 5 Trainingseinheiten in Massagen umgewandelt, das waren mit dem Wintertraining des Vfl einfach zu viele feste Termine in der Woche. Ich habe gemerkt, dass mich das sehr unter Druck setzt, 3-4 mal Laufen in der Woche und dann noch das Funktionstraining bekomme ich nicht unter einem Hut, das mache ich dann lieber abends zu Hause. Meine Familie dankt es mir außerdem. 

Insgesamt wird mir in dieser Woche sehr bewusst, wie wichtig die Work-Life-Balance ist. Druck gibt es von vielen Seiten, der Alltag verlangt einem viel mit einem Full-Time Job, 2 kleinen Kindern und dann noch das umfangreiche Marathon-Training, da sollte man ein bisschen auf sich aufpassen,

05.03.2016 der 7. TEAM-Marathon in Brandenburg
Am 05.03.2016 war in Brandenburg der 7. Team-Marathon rund um den Gördensee. Es wurde in 3er Teams gelaufen und Teammitglieder mussten am Ende der 42,195 km gemeinsam ins Ziel kommen. Die Kinder und ich supporteten Micha bei diesem Lauf. Er lief mit Olly und Mario von GIB ALLEs. GIB ALLEs hatte in diesem Jahr 2 Teams. Das zweite Team war sogar international besetzt. Ein junger Mann aus Eritrea komplettierte neben Ralf und Stephan das Team von Gib Alles II.


Die Läufer mussten insgesamt 6 Runden zu 7 km +195 m um den See laufen. Das Besondere an dieser Veranstaltung ist nicht nur, dass man zu dritt diesen Marathon absolvieren muss, es werden auch die Medaillen durch 3 geteilt. Ein schöner Satz, den man in 3 Jahren vervollständigen kann.


Um 10 Uhr ging es los und ich machte mich mit den Kindern auf den Weg zum nahegelegen Ufer. Als wir dort alles erkundet hatten, setzten wir uns auf die Bank und feuerten die ersten Läufer lauthals an.


Als der Papa an uns vorbeihuschte machten wir uns mit Lauf- und Fahrrad auf den Weg zum ersten Verpflegungspunkt. Wir liefen und liefen immer weiter, doch der Verpflegungspunkt kam nicht. Zwischendurch sagte man uns, dass es nur noch 15 Minuten bis dorthin sein sollte, als Micha nochmal an uns vorbei lief, wurden aus den 15 Minuten, 2 Kilometer. Wird drehten wieder um und bevorzugten dann doch die Verpflegung im Start-/Zielbereich.


Eine halbe Stunde später erwarteten uns dort heiße Würstchen und Zitronentee, natürlich auch Schokoriegel und Gummibärchen. Die Verpflegung ist ja immer ein Traum. Ach ja, die Läufer feuerten wir natürlich weiterhin tatkräftig an. Ein Team hatte sich sogar am Stand mit Bier und kurzen Schnäppschen versorgt.
Ich hätte nicht gedacht, dass die Kinder so lange aus- und durchhalten, aber als der Papa nach 3:59:00 Stunden mit Olly ins Ziel kam, waren sie immer noch gut drauf und bei bester Laune. Paul und ich liefen sogar zusammen mit dem Papa ins Ziel ein.


Leider ist der dritte Mann von den Beiden abhanden gekommen. Der junge Mann aus Eritrea hatte sich mit ihnen abgesetzt und lief sogar noch eine extra Runde. Total verrückt. Das Team zählte am Ende eine Zeit von 4:15:00 Stunden. Für diese Jahreszeit und dem wenigen Training immer noch eine tolle Zeit. Die drei haben das super gemacht. Bin mächtig stolz.

10.03.2016 Manchmal kommt es anders als man denkt
London hatte ich fest in diesem Jahr in meinem Plan integriert, danach Rennsteiglauf und im September Berlin. Dazwischen diverse kleinere Läufe um Abwechslung ins Training zu bringen.
Letzte Woche haben wir plötzlich erfahren, dass Micha nicht in London an den Start gehen kann. Unerwartete Termine machen es einfach nicht möglich.
Nach langen Überlegungen haben wir beschlossen die Reise zu stornieren. Wenn ich dort alleine an den Start gehe, macht es mir nur halb soviel Spaß. London ist unser gemeinsamer Traum. Die großen 6 sind unser Traum und das möchten wir gemeinsam erleben.
Ich habe letzte Woche einen Freistart in Hamburg gewonnen und spiele mit dem Gedanken, vielleicht dort an den Start zu gehen. Das Training soll ja nicht umsonst gewesen sein. Ich bin jetzt mittlerweile bei den langen Läufen angekommen. Letzten Sonntag waren es schon 25 km, diese Woche sollen es 27 km werden.

14.03.2016 sportmedizinische Untersuchung in Berlin
Am Montag war ich in Berlin zur sportmedizinischen Untersuchung. Es war sehr interessant. Ich habe mir beim großen Laufcheck meine Sportgesundheit bestätigen lassen. Ergebnis war, dass ich eine sehr gute altersbezogene max. Laufleistung besitze, belastungsadäquate Herz-Kreislauf-Regulation mit raschen Erholungsverlauf und ein sehr gutes Grundlagenausdauerniveau.


Ich kann zufrieden sein. Der Arzt meinte sogar, dass ich mit der Leistung durchaus imstande bin, den Marathon unter 4 Stunden zu laufen. Ich habe ein gutes Körpergefühl und irgendwann wird das meine Bestzeit sein: 03:59 Stunden!

19.03.2016 Frauenlauf
So langsam verdichten sich die Termine. Die Traurigkeit über die Absage in London verfliegt nach und nach. Ich habe mich beim Haspa-Hamburg Marathon angemeldet, die Unterkunft und die Fahrt dorthin sind gebucht, die Großeltern kümmern sich um die Kinder. Eine gute Freundin wird mich nach Hamburg begleiten und ein Lauffreund aus Brandenburg ist ebenso am Start. So langsam kommt Vorfreude auf.
Am 19.03.2016 war in Brandenburg der Frauenlauf im Quenz-Stadion. Eine tolle Familienveranstaltung mit Bambini-Lauf, Hopseburg, Ponyreiten und lockeres Laufen für die Frauen, ganz ohne Startnummer und Streckenvorgaben. Der Bambini-Lauf ging über eine Runde, die Kinder ab 6 Jahren liefen 3 Runden und die Frauen absolvierten je nach Lust und Laune 5, 10, 15 oder 20 Runden. In jeder Runde wurden Gummis ums Handgelenk gewickelt, um sich nicht zu verzählen. Nach 10 Runden gab es ein kleines Präsent für die Damen. Für die Bambinis gab es sogar Medaillen.


Ich nutzte den Lauf, um ein bisschen Tempo zu machen. 5x 400 m in knapp 2 Minuten schaffte ich. Insgesamt waren es 5 km. Nicht soviel, damit ich am Sonntag den langen 30er gut schaffe.




20.03.2016 Mein vorletzter langer Lauf
Das sollte mein vorletzter 30 km-Lauf gewesen sein. Hamburg ist am 17.04.2016, also eine Woche früher als der London-Marathon. Dieser Lauf am Sonntag war, wie die ganze Woche wieder sehr anstrengend, ich quälte mich erst die 17 km um den Gördensee und lief dann noch 13 km nach Hause. Zu Hause hätte ich wirklich sterben können. Ich war 3 Stunden und 21 Minuten unterwegs. Nach einer heißen Badewanne gings wieder. Ich war fix und fertig und alles andere als in der Lage, einen Marathon zu finishen. Was ist bloß los in dieser Woche. 2 Tage Pause hatte ich mir gegönnt und die Beine sollten dennoch schwer sein.
Beim Karfreitagslauf werde ich 2 Runden á 10 km laufen und Ostersonntag bzw. Montag meinen letzten langen Lauf absolvieren. Bis Hamburg ziehe ich den Plan weiter durch. Nur noch ein langer Lauf, der Halbmarathon in Berlin und dann ist es schon soweit.

22.03.2016 Tempolauf
Am heutigen Montag habe ich noch einen Tempolauf gemacht: 4x2 km unter 6 Minuten pro Kilometer. Es ging wieder besser und ich hab wieder Hoffnung.

Ich halte Euch weiter auf den Laufenden. Liebe Grüße und hoffentlich bald wieder besseres Wetter für schöne sonnige Läufe!

Donnerstag, 21. Januar 2016

Sportliche Termine 2016

Momentan habe ich eine sportliche Zwangspause. Der Kleine hat einen schöne Bronchitis mit nach Hause gebracht und einmal komplett durchgereicht. Heißt erstmal pausieren, bevor hoffentlich bald das Training für den London Marathon starten kann. 

Ich habe derweil die sportlichen Termine für 2016 aktualisiert und in der Terminübersicht auf der rechten Seite veröffentlicht. 2016 haben wir uns wieder viel vorgenommen. Eigentlich wollte ich bei 2 Marathons im Jahr bleiben, irgendwie wurden daraus jetzt schon 3. Eine neue Bestzeit soll dieses Jahr im Marathon fallen, mal sehen, ob das schon in London möglich ist. Derzeit suche ich noch nach einem geeigneten Plan. Ich werde wohl wieder das Beste aus mehreren Plänen heraus suchen und mir einen individuellen zusammen basteln, ich habe Empfehlungen vom Steffny (allerdings nur 10 Wochen-Pläne), vom Laufclub in Münster und den Standard-Plan von Runnersworld. 

Woher bekommt Ihr eigentlich Eure Pläne? Lauft Ihr überhaupt nach Plan? Ihr könnte gerne mal kommentieren, wie Ihr Euch so vorbereitet, sind 12 Wochen ausreichend? Reichen 3-4 Trainingseinheiten pro Woche? 

Im März werde ich im sportmedizinischen Zentrum Berlin eine Leistungsdiagnostik machen, um zu sehen, wo ich stehe und wo ich hinkommen kann, natürlich mit Blut-Check und Spirometrie. 

Jetzt werde ich erstmal wieder schnell gesund. Ich freue mich auf das neue Laufjahr, es wird spannend.