Dienstag, 3. Mai 2016

31. Hamburg Marathon am 17.04.2016

Ich bin glücklich und zufrieden nach 42,195 km mit einer Zeit von 4:31:44 Stunden am Sonntag, den 17.04.2016 beim 31. Hamburg Marathon ins Ziel gekommen. Es war mein erster in Hamburg und mein 4. Marathon überhaupt. Unglaublich. Ich hab die magische 42,195 km schon zum 4. mal gefinished. Bis 2013 wollte ich einmal in meinem Leben einen Marathon bestreiten und nun sieht es aus, als ob mehr daraus wird. 

Aber von vorne. Vor 2 Wochen ging ich beim Halbmarathon in Berlin an den Start mit der Hoffnung hier ein bisschen Tempo für den Ganzen zu bekommen. Nach 3 km fehlte mir allerdings der Atem und ich brach total ein, die Beine waren so schwer und jeder Schritt schmerzte. 
In den letzten 2 Wochen korrigierte ich noch einmal mein Ziel für Hamburg. So etwas wie in Berlin, sollte mir bei einem Ganzen auf keinen Fall passieren. Den Halben schafft man dann irgendwie, aber nicht 40 Kilometer. 
Am Samstag fuhr ich ganz entspannt mit dem Fernbus von Berlin nach Hamburg, in sehr netter Begleitung von unserem Top-Ultra-Marathon Läufer Totti. Die Kinder waren bei den Großeltern und Micha ist erstmal für 3 Wochen unterwegs. Totti war ein sehr angenehmer Reisebegleiter, was er läufertechnisch schon erlebt hat, ist Wahnsinn, vom Supermarathon bis hin zum 100 km Lauf in Biel, war schon alles dabei. Umfänge und Zeiten von denen ich nur träume. In Hamburg trafen wir uns mit Anja aus Rostock und machten uns einen schönen Nachmittag auf der Marathon-Messe. Pasta und Krombacher Alkoholfrei durften natürlich nicht fehlen. 


Den Startplatz hatte ich ja über laufen.de mit Krombacher gewonnen. Sie statteten mich mit der nötigen Bekleidung aus, ich bekam das Finisher-T-Shirt, die Pasta und natürlich das Bier. Rundum verpflegt und versorgt. Unsere Unterkunft hatte ich günstig über airbnb.de gebucht, wir übernachten in einem Gästezimmer in einer 2er WG, total cool eingerichtet und einer sehr herzlichen Gastgeberin. Abends war ich mit Anja in Ottensen unterwegs um uns zu stärken. Die Backkartoffel und die Rhabarber-Brause kam da genau richtig. 


Was allerdings noch hinzukam, war ein eingeklemmter Nerv im rechten Schulterblatt. Es wurde im Verlaufe des Tages immer schlimmer und ich konnte mir nicht mal mehr die Schuhe zubinden. Von unserer Gastgeberin bekam ich zur Nacht ein aufgewärmtes Körnerkissen. Am nächstes Morgen war es etwas besser, er war noch eingeklemmt und wenn ich tief Luft holte kamen die Schmerzen. Egal, Augen zu und durch.
Der Wecker klingelte um 6 Uhr und ich konnte mich in Ruhe fertig machen. Ein kleines Frühstück mit Honigbrötchen und Tee gab es natürlich auch. Mit der Bahn fuhren wir ganz entspannt zum Start und es herrschte schon ein wenig Trubel. 8 Uhr hatte ich den Fototermin mit Krombacher. 


Dann kam die Aufregung. Nach dem Fototermin brachte ich meine Sachen zur Kleiderabgabe. Im hintersten Hallenabschnitt der Messe war der Bereich für die Frauen, etwas unübersichtlich und schwer zu finden. Diesmal hatte ich eine Flasche Wasser mit Elektrolyten mit zum Start immer bei mir. Bloß nicht wieder Durst bekommen, schon gar nicht bevor es überhaupt los geht.


Kurz vor dem Start war ich total nervös. Unglaublich. Ich laufe wieder einen Marathon. 42,195 Km! Was für eine wahnsinnig lange Strecke. Hat das Training gereicht, schaffe ich das, wie werden die Bedingungen sein. 10 Grad und Regen war angesagt, ein bisschen Wind sollte es auch geben. Von allem ein bisschen. Ich bekam Gänsehaut und feuchte Augen, es war auf einmal ein sehr emotionaler Moment.
Dann endlich kam der Startschuss und wir liefen locker los. Die Stimmung war super und es waren mehr Läufer unterwegs als Zuschauer. Auf der Messe ließ ich mir eine Zeitübersicht mit der Zielzeit von 04:15:00 Stunden geben. Natürlich wollte ich gern Bestzeit laufen, konnte mich nach Berlin aber überhaupt nicht einschätzen.
Die ersten Kilometer rollte es richtig gut, ich hatte immer die Zeiten im Blick an meinem Handgelenk: 1 km - 0:06:02, 5 km - 0:30:13, 10 km - 1:00:26, es lief gut.


Ich war im Soll. Hamburg ist richtig schön. Wir liefen die ersten Kilometer durch St. Pauli über die Reeperbahn. Dort hatten sich einige biertrinkende "Schnapsleichen" der letzten Nacht direkt an der Strecke verirrt, sie wünschten uns einen guten Lauf und prosteten uns zu. Lustig. Weiter ging es durch Altona und Ottensen. Hier hatten wir übrigens unsere tolle Gästewohnung. Es sollte immer weiter gehen am Wasser entlang zur Hafencity. Das Profil war super, es ging zwar immer mal wieder lang gestreckt nach oben, dafür aber auch wieder runter. Bei der Hafencity konnte ich sogar richtig Tempo machen, es machte total Spaß, hier waren wir bei Kilometer 14/15.
An der Binnenalster drückte es irgendwann in der Magengegend und ich fing an, Ausschau nach einer Toilette zu halten. Die Verpflegungspunkte waren sehr gut positioniert, alle 3-4 km wurden wir verpflegt. Dort standen natürlich auch mobile Toiletten. Bis Kilometer 17 hielt ich es aus. Auf meiner Übersicht hatte sich mittlerweile ein Zeitbonus von 2 Minuten aufgebaut. Die nächste Toilette sollte meine sein.
Kurz ausgetreten ging es wieder immer entlang an der Aussenalster. Bei Kilometer 20 zeigte mir die Uhr eine Zeit von 2:01:00 an, lt. Band immer noch im Soll. Hier ging es allerdings immer wieder nur hügelig hinauf und wenn man schon einen Halbmarathon in den Beinen hat, ist das auf Dauer nicht mehr so lustig. So langsam begann der Kampf um jeden Kilometer. Ich machte den Fehler und nahm alles, was am Verpflegungspunkt angeboten wurde zu mir. Cola, Elektrolyte-Drinks, Wasser, Gels... immer hinein in den Körper. In der Hoffnung, dass es bald weiter rollt.
Es rollte nur leider immer langsamer, vorbei am Stadtpark und am Alsterdorf. Immer wieder liefen ein paar nette Läufer mit mir und wir unterhielten uns ein wenig. Ich hatte nur irgendwann ganz schön mit mir zu tun und schickte sie weiter. Jede Unterhaltung kostete Kraft, also ließ ich es. Bei Kilometer 38/39 lief der 4:30 Stunden Pace Ballon an mir vorbei. Ich wollte noch mithalten, schaute auf die Uhr und dachte mir, dass er doch etwas zu schnell ist, die 4:30 Stunden könnte ich noch schaffen.

Immer wieder wurde die Stimmung am Straßenrand angeheizt, durch Trommler, durch Musik, durch Stimmungmacher, zeitweise dachte ich, das Ziel ist nahe, soviel Jubel herrschte am Straßenrand. Eine tolle Stimmung hatten wir in Hamburg, wer hätte das gedacht.
Ich nahm alles zusammen und machte mich auf die letzten Kilometer, jetzt war jeder Stand meiner und ich sammelte Kraft für den letzten Abschnitt.
Nach zufriedenstellenden 04:31:44 Stunden lief ich ins Ziel. Was für ein Lauf, was für eine Erleichterung - endlich geschafft. Mein 4. Marathon. Wieder überkamen mich die Emotionen.

Ich bekam die Medaille und ging weiter Richtung Messe. Ich holte meine Sachen, unterhielt mich ein wenig mit den Mitläufern und versuchte mich erstmal zu sammeln. Irgendwie ging es mir gar nicht gut. Ich suchte nach Anja. Erst viel später fanden wir uns. Unterm Messeturm ruhte ich mich ein wenig aus. Mir ging es immer noch nicht besser. Die nächste Toilette war meine. Mein Magen drehte sich nach außen, alles musste raus. Oh man, das kam mir sehr bekannt vor. Letztes Jahr ging es mir nach dem Rennsteiglauf auch so schlecht. Und auch hier hatte ich mich während des Wettkampfes total falsch ernährt. Mir reichen eigentlich Rosinen und Wasser, warum habe ich wieder alles in mich hinein geschüttet.

Merke: keine Experimente während eines Wettkampfes! Nehme nur Dinge zu Dir, die Du auch verträgst. Das Ende vom Lied waren Schüttelfrost, Durchfall und Erbrechen. Und das bis zu 2 Stunden nach dem Lauf.

Hamburg hat mir sonst richtig gut gefallen - danke Hamburch - ich komme bestimmt wieder. Eine schöne Stadt - eine schöne Strecke - top organisiert - kann ich als Küstenkind nur empfehlen.


Am Nachmittag fuhr mein Fernbus wieder nach Berlin. Noch im Bus hatte ich eine Stunde zu kämpfen. Als ich wieder etwas klarer denken konnte, unterhielt ich mich mit Elke. Elke ist auch den Marathon gelaufen. Ich war hin und weg von ihr. Sie ist schon alles gelaufen, was man so in 40 Jahren laufen kann, 100 Marathons, Ultraläufe und natürlich auch in New York, den sogar 3x. Unglaublich. Da möchte ich mal hinkommen.
Wir haben erstmal sämtliche Kontaktdaten ausgetauscht und uns mittlerweile für den Rennsteiglauf verabredet. Laufen ist wirklich ein tolles Hobby - man lernt immer wieder interessante nette Menschen kennen. Danke Elke und bis bald.


Jetzt freue ich mich auf den Genusslauf Rennsteiglauf. Das wird wieder ein Spaß in den Thüringer Bergen. 

Montag, 25. April 2016

36. Berliner Halbmarathon am 03.04.2016

Beim Halbmarathon in Berlin wollte ich ein bisschen Temposchärfe bekommen. Hamburg ist eine Woche vor London, sodass ich das Training etwas anpassen musste. Der letzte Lange Lauf war am Ostermontag. 30 Kilometer in 03:24 Stunden. Leider liefen 2 von 3 langen Läufen nicht so gut. Für Berlin hatte ich aber große Hoffnung.
Am 03.04.16 machten wir uns recht früh mit dem Zug auf den Weg nach Berlin, um noch genug Zeit zu haben, um die Startnummer abzuholen. Britta hatte sich auch für den Lauf angemeldet, sodass wir gemeinsam auch mit den Kindern in die Hauptstadt fuhren. Vor Ort lief alles reibungslos, der Chip war ok, die Nummern bekamen wir schnell, wir hatten noch genug Zeit für diverse Toilettengänge. 


So langsam füllte sich der Startbereich und ich machte mich eine knappe halbe Stunde vor dem Start auf, um meine Sachen zu den Transportern zu bringen. Der LKW für meine Sachen war ziemlich weit hinten, sodass ich ihn nicht gleich fand. Als ich wieder zurück bei Micha und Britta war, guckte er mich mit großen Augen an und fragte, ob Frieda nicht mit mir gegangen sein.

Oh nein, wie konnte das nur passieren, meine größte Sorge, war dass uns eins der Kinder in dem Gewusel verloren geht und jetzt ist es tatsächlich passiert. Panisch machte ich mich auf die Suche. Es war allerdings die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Überall war buntes Treiben und die kleine Frieda nicht auffindbar. Wir überlegten kurz und gingen sofort zum Lost and Found Punkt, dort ließen wir Frieda ausrufen. Keine 10 Minuten später kam jemand auf uns zu und fragte ob wir die kleine Maus suchen, ja, Gott sei dank, eine nette Läuferin kam uns mit Frieda an der Hand entgegen und ich war total aufgelöst. Die Nerven lagen blank und die Tränen kullerten. Frieda war ganz verwundert und meinte nur, wo denn ihre Mama gewesen sei. Sie ließ mich nicht mehr los. Auch der kleine Paul wurde immer ruhiger und wich seinem Papa nun nicht mehr von der Seite.


Nach dieser Schrecksekunde sollte es an den Start gehen. Als der Startschuss fiel, rannte ich los und .... nach 3 Kilometer brach ich total ein. Meine Beine waren total fest. Ich hatte das Gefühl nicht vorwärts zu kommen. Ich sackte immer weiter ab in einem 6-6.30 Minuten/ Schnitt. Ich hatte Durst, die Beine waren total schwer und ich wußte nicht wie mir geschieht. Ich nahm jeden Getränkepunkt mit, zog mir das Gel rein, aber nichts sollte helfen. Es machte auch irgendwie keinen Spaß. Die Stimmung an der Strecke wollte nicht so recht überspringen. Lediglich beim Check-Point Charly bekam ich wieder Gänsehaut.
Am Liebsten hätte ich den Lauf abbrechen können. Zum Glück war es "nur" der Halbe. Im Ziel nach 2:07:07 angekommen, war ich sauer und traurig zugleich. Ich hatte noch genug Luft, aber die Beine wollten nicht so wie ich gerne wollte.


Wer weiß woran es lag, an den Schreckmoment mit Frieda, an den ungewohnt warmen Temperaturen von 20 Grad oder einfach am Übertraining für den Marathon. Diesen Lauf werde ich so schnell nicht vergessen.

Beim Berliner Halbmarathon hatte ich in den letzten Jahren leider kein Laufglück. Letztes Jahr hatte mich 5 Wochen vor dem Start ein ordentliche Erkältung heim gesucht.

Wenn man sich so meine Zeiten in den letzten Jahren ansieht, war ich in Berlin nie so richtig gut: 

2004     02:19:41 Stunden
2005     02:16:00 Stunden
2006     02:24:13 Stunden
2012     02:09:57 Stunden
2015     02:07:28 Stunden

Und in diesem Jahr: 
2016     02:07:07 Stunden



Ich bin dieses Jahr einfach losgestürmt mit dem Ziel eine neue Bestzeit bzw. wenigstens unter 2 Stunden auf die Straße zu bringen. Zum Glück gibts Statistiken. Und wenn man sich meine Zeiten in den letzten Jahren ansieht, war es in diesem Jahr sogar eine Bestzeit.

Bis zum Hamburg Marathon sollten nur noch kleinere lockere Einheiten folgen. So eine Schlappe wie in Berlin sollte nicht noch einmal passieren.

Dienstag, 22. März 2016

März 2016: - Team-Marathon - sportmed. Untersuchung - Frauenlauf - Hamburg-Marathon

Heute gibt es mal einen neuartigen Post von mir. Eine chronologische Übersicht der Ereignisse, die sich seit der Jahresplanung entwickelt hat, viel Spaß beim lesen.

02.03.2016: klares Ziel vor Augen: London
3 Wochen Marathon-Training liegen schon hinter mir. In 9 Wochen gehts in London an den Start. In dieser Woche ist Micha auf Dienstreise, sodass ich erst am Wochenende wieder zum laufen komme. Das Kribbeln in den Beinen lässt aber nicht nach. Durchschnittlich komme ich schon auf 50-60 km in der Woche. 

Letzten Sonntag lief ich 20 km die Beetzseerunde. Trotz schönem Wetter hatte ich allerdings ganz schön mit mir zu tun. Der Magen grummelte, der Puls war zu hoch und das allgemeine Wohlbefinden ließ sich nicht so recht entfalten. Da ist es wohl ganz gut, wenn ich diese Woche etwas kürzer trete. 

Mein Funktionstraining habe ich jetzt nach 5 Trainingseinheiten in Massagen umgewandelt, das waren mit dem Wintertraining des Vfl einfach zu viele feste Termine in der Woche. Ich habe gemerkt, dass mich das sehr unter Druck setzt, 3-4 mal Laufen in der Woche und dann noch das Funktionstraining bekomme ich nicht unter einem Hut, das mache ich dann lieber abends zu Hause. Meine Familie dankt es mir außerdem. 

Insgesamt wird mir in dieser Woche sehr bewusst, wie wichtig die Work-Life-Balance ist. Druck gibt es von vielen Seiten, der Alltag verlangt einem viel mit einem Full-Time Job, 2 kleinen Kindern und dann noch das umfangreiche Marathon-Training, da sollte man ein bisschen auf sich aufpassen,

05.03.2016 der 7. TEAM-Marathon in Brandenburg
Am 05.03.2016 war in Brandenburg der 7. Team-Marathon rund um den Gördensee. Es wurde in 3er Teams gelaufen und Teammitglieder mussten am Ende der 42,195 km gemeinsam ins Ziel kommen. Die Kinder und ich supporteten Micha bei diesem Lauf. Er lief mit Olly und Mario von GIB ALLEs. GIB ALLEs hatte in diesem Jahr 2 Teams. Das zweite Team war sogar international besetzt. Ein junger Mann aus Eritrea komplettierte neben Ralf und Stephan das Team von Gib Alles II.


Die Läufer mussten insgesamt 6 Runden zu 7 km +195 m um den See laufen. Das Besondere an dieser Veranstaltung ist nicht nur, dass man zu dritt diesen Marathon absolvieren muss, es werden auch die Medaillen durch 3 geteilt. Ein schöner Satz, den man in 3 Jahren vervollständigen kann.


Um 10 Uhr ging es los und ich machte mich mit den Kindern auf den Weg zum nahegelegen Ufer. Als wir dort alles erkundet hatten, setzten wir uns auf die Bank und feuerten die ersten Läufer lauthals an.


Als der Papa an uns vorbeihuschte machten wir uns mit Lauf- und Fahrrad auf den Weg zum ersten Verpflegungspunkt. Wir liefen und liefen immer weiter, doch der Verpflegungspunkt kam nicht. Zwischendurch sagte man uns, dass es nur noch 15 Minuten bis dorthin sein sollte, als Micha nochmal an uns vorbei lief, wurden aus den 15 Minuten, 2 Kilometer. Wird drehten wieder um und bevorzugten dann doch die Verpflegung im Start-/Zielbereich.


Eine halbe Stunde später erwarteten uns dort heiße Würstchen und Zitronentee, natürlich auch Schokoriegel und Gummibärchen. Die Verpflegung ist ja immer ein Traum. Ach ja, die Läufer feuerten wir natürlich weiterhin tatkräftig an. Ein Team hatte sich sogar am Stand mit Bier und kurzen Schnäppschen versorgt.
Ich hätte nicht gedacht, dass die Kinder so lange aus- und durchhalten, aber als der Papa nach 3:59:00 Stunden mit Olly ins Ziel kam, waren sie immer noch gut drauf und bei bester Laune. Paul und ich liefen sogar zusammen mit dem Papa ins Ziel ein.


Leider ist der dritte Mann von den Beiden abhanden gekommen. Der junge Mann aus Eritrea hatte sich mit ihnen abgesetzt und lief sogar noch eine extra Runde. Total verrückt. Das Team zählte am Ende eine Zeit von 4:15:00 Stunden. Für diese Jahreszeit und dem wenigen Training immer noch eine tolle Zeit. Die drei haben das super gemacht. Bin mächtig stolz.

10.03.2016 Manchmal kommt es anders als man denkt
London hatte ich fest in diesem Jahr in meinem Plan integriert, danach Rennsteiglauf und im September Berlin. Dazwischen diverse kleinere Läufe um Abwechslung ins Training zu bringen.
Letzte Woche haben wir plötzlich erfahren, dass Micha nicht in London an den Start gehen kann. Unerwartete Termine machen es einfach nicht möglich.
Nach langen Überlegungen haben wir beschlossen die Reise zu stornieren. Wenn ich dort alleine an den Start gehe, macht es mir nur halb soviel Spaß. London ist unser gemeinsamer Traum. Die großen 6 sind unser Traum und das möchten wir gemeinsam erleben.
Ich habe letzte Woche einen Freistart in Hamburg gewonnen und spiele mit dem Gedanken, vielleicht dort an den Start zu gehen. Das Training soll ja nicht umsonst gewesen sein. Ich bin jetzt mittlerweile bei den langen Läufen angekommen. Letzten Sonntag waren es schon 25 km, diese Woche sollen es 27 km werden.

14.03.2016 sportmedizinische Untersuchung in Berlin
Am Montag war ich in Berlin zur sportmedizinischen Untersuchung. Es war sehr interessant. Ich habe mir beim großen Laufcheck meine Sportgesundheit bestätigen lassen. Ergebnis war, dass ich eine sehr gute altersbezogene max. Laufleistung besitze, belastungsadäquate Herz-Kreislauf-Regulation mit raschen Erholungsverlauf und ein sehr gutes Grundlagenausdauerniveau.


Ich kann zufrieden sein. Der Arzt meinte sogar, dass ich mit der Leistung durchaus imstande bin, den Marathon unter 4 Stunden zu laufen. Ich habe ein gutes Körpergefühl und irgendwann wird das meine Bestzeit sein: 03:59 Stunden!

19.03.2016 Frauenlauf
So langsam verdichten sich die Termine. Die Traurigkeit über die Absage in London verfliegt nach und nach. Ich habe mich beim Haspa-Hamburg Marathon angemeldet, die Unterkunft und die Fahrt dorthin sind gebucht, die Großeltern kümmern sich um die Kinder. Eine gute Freundin wird mich nach Hamburg begleiten und ein Lauffreund aus Brandenburg ist ebenso am Start. So langsam kommt Vorfreude auf.
Am 19.03.2016 war in Brandenburg der Frauenlauf im Quenz-Stadion. Eine tolle Familienveranstaltung mit Bambini-Lauf, Hopseburg, Ponyreiten und lockeres Laufen für die Frauen, ganz ohne Startnummer und Streckenvorgaben. Der Bambini-Lauf ging über eine Runde, die Kinder ab 6 Jahren liefen 3 Runden und die Frauen absolvierten je nach Lust und Laune 5, 10, 15 oder 20 Runden. In jeder Runde wurden Gummis ums Handgelenk gewickelt, um sich nicht zu verzählen. Nach 10 Runden gab es ein kleines Präsent für die Damen. Für die Bambinis gab es sogar Medaillen.


Ich nutzte den Lauf, um ein bisschen Tempo zu machen. 5x 400 m in knapp 2 Minuten schaffte ich. Insgesamt waren es 5 km. Nicht soviel, damit ich am Sonntag den langen 30er gut schaffe.




20.03.2016 Mein vorletzter langer Lauf
Das sollte mein vorletzter 30 km-Lauf gewesen sein. Hamburg ist am 17.04.2016, also eine Woche früher als der London-Marathon. Dieser Lauf am Sonntag war, wie die ganze Woche wieder sehr anstrengend, ich quälte mich erst die 17 km um den Gördensee und lief dann noch 13 km nach Hause. Zu Hause hätte ich wirklich sterben können. Ich war 3 Stunden und 21 Minuten unterwegs. Nach einer heißen Badewanne gings wieder. Ich war fix und fertig und alles andere als in der Lage, einen Marathon zu finishen. Was ist bloß los in dieser Woche. 2 Tage Pause hatte ich mir gegönnt und die Beine sollten dennoch schwer sein.
Beim Karfreitagslauf werde ich 2 Runden á 10 km laufen und Ostersonntag bzw. Montag meinen letzten langen Lauf absolvieren. Bis Hamburg ziehe ich den Plan weiter durch. Nur noch ein langer Lauf, der Halbmarathon in Berlin und dann ist es schon soweit.

22.03.2016 Tempolauf
Am heutigen Montag habe ich noch einen Tempolauf gemacht: 4x2 km unter 6 Minuten pro Kilometer. Es ging wieder besser und ich hab wieder Hoffnung.

Ich halte Euch weiter auf den Laufenden. Liebe Grüße und hoffentlich bald wieder besseres Wetter für schöne sonnige Läufe!