Samstag, 6. September 2014

Mein erster DUATHLON: 7. SWIM & RUN in Bollmannsruh/ Päwesin am 29.06.2014

Am Wochenende des 28.6.2014 waren wir mal wieder in Rostock um ein paar Dinge zu erledigen. Freitag Abend lief ich mit Anja die alte Heimatrunde und wir spulten angenehme 10 km herunter. 
Samstag Abend ging es wieder zurück, da wir am Sonntag an einem DUATHLON teilnehmen wollten. Mir wäre es lieber gewesen, dass Micha an den Start geht. Es sollte nämlich geschwommen und gelaufen werden. Ich wollte in letzter Zeit immer mal wieder in die Schwimmhalle, habe es leider nicht geschafft und war dahingegen total untrainiert. 

Die Schwimmdistanz betrug 700 m und es sollten 4,4 km gelaufen werden. 

Ich konnte die 700 m überhaupt nicht einschätzen! Micha überließ mir den Start und kümmerte sich derweil um die Kinder. Wir kamen pünktlich in Bollmannsruh an und der Jedermann-Wettkampf sollte um 12 Uhr starten. Die Beiden Sportarten konnte man auch als Staffel absolvieren. Die Anmeldung war schnell erledigt und ich testete erstmal die Temperatur im Beetzsee! 
Bisschen erleichtert war ich ja, als nicht nur Profis an den Start gingen sondern auch einige Damen vom Handball direkt im Bikini. 
Pünktlich fiel der Startschuss. Wir stürzten uns in die Fluten und ich schwamm brav im Brustschwimmstil hinterher. 


Ich hatte natürlich das Gefühl überhaupt nicht vorwärts zu kommen. Als ich die erste Boje erreichte war ich heilfroh, noch eine Boje und dann sollte es zurück ans Ufer gehen. Zumindest wurde ich nicht mehr eingeholt. Neben mir schwomm ein junger Mann, der schien trotz Badekappe und Schwimmbrille aber auch nicht voran zu kommen.
Nach 19 Minuten sollte es endlich aus dem Wasser gehen. Ca. 6 Schwimmer waren noch hinter mir. Herjej! Ich hatte noch ordentlich Wasser in den Augen, die Sicht war dementsprechend schlecht! Ich fand dennoch meine Laufschuhe und zog mir noch schnell eine Shirt über. 

Es ging nun auf die Laufstrecke! Die war alles andere als eben und asphaltiert. Aus dem Gelände heraus ging es kreuz und quer auf einen Berg. Es war eher eine Crossstrecke und man musste aufpassen wohin man tritt. An steilen Hängen komme ich eigentlich ganz gut hoch, allerdings musste ich hier einmal das Tempo heraus nehmen und hochklettern ähm gehen. 
Die schlechte Zeit beim schwimmen machte ich hier ein wenig gut und holte sogar fast alle Handballerinnen ein. 

Auf dem Rückweg zum Ziel musste man, bevor es wieder auf das Gelände des KIEZ (Kinder- und Erholungszentrum) gehen sollte, eine kleine Runde in einem Stadion drehen. Schnell war auch das erledigt und ich hatte es fast geschafft. 
Nach ca. 45 Minuten inkl Wechsel lief ich ins Ziel. Das war wirklich ein ordentlicher Sprint, den ich da hinlegte und es hat richtig Spaß gemacht.


Es hat mich sehr motiviert gerade jetzt wieder mehr zu schwimmen. Zum Glück haben wir nun die Havel direkt auf dem Hinterhof. Nach dem Wettkampf gingen wir nun regelmäßig Abends 15-20 Minuten schwimmen. 
Was mich noch reizen würde, wäre wieder ein richtiger Triathlon. Mit dem Fahrrad bin ich ja sowieso jeden Tag unterwegs. Mal sehen was draus wird, gerade mit den 2 kleinen Mäusen. 

Donnerstag, 14. August 2014

Unsere Tour nach Spitzbergen und die 12. Hella Rostocker Marathon-Nacht

Am 2.8. war mal wieder der Rostocker Halbmarathon! 

Dank der schnell gewachsenen und tollen Gemeinschaft LAUFEN IN ROSTOCK hatte ich einen Freistart gewonnen. HURRA, endlich wieder ein neues Ziel. 
Das Training war allerdings etwas holprig, zu wenig lange Läufe, Hitze bei den Intervallen und zu guter Letzt zwei Wochen Kreuzfahrt im hohen Norden Norwegens mit vielen guten Verlockungen und lediglich 5 Laufbändern im Fitnessraum, wobei das Training dort auf max. 20 Minuten beschränkt sein sollte. (Bei ca. 2500 Mitreisenden war es nur möglich am Abend etwas intensiver zu trainieren.)

Wie dem auch sei. Ich hatte (eigentlich) einen Plan. 

Samstag kamen wir gegen Mittag mit unserem Schiff in Hamburg zurück. Die Reise war unglaublich. Sie führte uns von Hamburg nach Bergen, weiter über den Polarkreis nach Tromsø bis an den nördlichsten Zipfel der Welt: SPITZBERGEN. 


Dort ließ ich es mir nicht nehmen und lief natürlich eine entspannte Runde in der Mitternachtssonne. Wer kann schon von sich behaupten in dem nördlichsten Ort der Welt gejoggt zu sein. 


Die restlichen Einheiten absolvierte ich im Fitnessbereich des Schiffes auf dem Laufband. Bei unserem 4. Hafen am nördlichsten Punkt Europas Festland begab ich mich auf eine abenteuerliche Radtour von Honningsvåg zum Nordkapp. 


Diese Radeineinheit war mein persönliches Highlight dieser Reise. 68 km hin und zurück zum bekannten Wahrzeichen des Nordkapps, dem Globus, UPHILL mit dem Mountainbike. Die Berge waren der Wahnsinn und haben alles gefordert. 52 km/h in der Spitze bergab und 7 km/h hochgeklettert, 14% Steigung! Nach 2 1/2 Stunden erreichten wir nach unserer Abfahrt vom Schiff das steil aus dem Eismeer emporragende Schieferplateau. Dort oben hatten wir ca. eine Stunde Zeit bevor es durch den dicken Nebel in der Mitternachtssonne (um 22.30 Uhr, es war noch taghell) wieder zurück ging.



Diese Tour war einmalig und wird mir ewig in Erinnerung bleiben.


Samstag hieß es dann nach 6 Häfen, 14 Tagen und tausend schönen Erinnerungen, Abschied nehmen von der MSC Magnifica und wir gingen von Bord. 



Es ging geradewegs nach Rostock zu Omas 80. Geburtstag und zur Rostocker Marathon-Nacht. Am neuen Markt holte ich mir erst im Rathaus die Startnummer und dann das hübsche neue "Laufsshirt" von LAUFEN IN ROSTOCK vom Citysport-Stand Erwin Gohlke ab. 
Sofort ging es weiter zum Geburtstag und wir feierten ein wenig mit der Familie. Ich wurde langsam etwas hippeliger. Den ganzen Tag fühlte ich mich schon so matt und vergaß so langsam alle Bestzeitenpläne. 
Mit der Fähre um 18 Uhr konnte ich in diesem Jahr nicht zum Start zum Warnowtunnel fahren. Micha brachte mich um 19 Uhr direkt mit dem Auto dorthin und die Aufregung stieg. 

Ich traf auf Steffi und Björn. Steffi hatte sich in letzten Monaten sehr gut auf diesen Lauf vorbereitet und wir wollten gemeinsam starten.



Es war schon schön zu sehen, wie die ersten Marathonläufer an uns vorbeiliefen und die erste Hälfte ihrer Strecke hinter sich ließen. Natürlich traf ich auch auf alte Laufhasen wie Fred und Gudrun Kiesendahl. Gudrun sammelte wieder jeden einzelnen Läufer mit ihrer Kamera ein. 

20 Uhr fiel direkt an der Mautstelle des Warnowtunnels (die Verbindung Rostocks nach Warnemünde durch die Warnow) der Startschuss für knapp 900 Halbmarathon-Läufer. 
Die Stimmung war famos, das Wetter war zwar warm aber ok für diesen langen Lauf. Es herrschte auch immer mal wieder ein laues Lüftchen. Als wir aus dem Tunnel heraus kamen ging es nach 2 ordentlichen Anstiegen auf das Gelände der IGA, am langen Heinrich (Kran-Museum) und am Traditionsschiff vorbei. Plötzlich fühlte ich mich nach diesem Start richtig frisch und gut. Steffi und ich hielten in den ersten Kilometern die Pace bei 5.45 Minuten pro km! Die zweite Hälfte des Laufs "sollten" in 5.30 Minuten absolviert werden. 



Über der IGA ging langsam die Sonne unter. Ein herrlicher Blick. Dann hieß es wieder rein in die Röhren des Tunnels. Wieder die Anstiege. Ich lief rasch hinauf mit kurzen zackigen Schritten. Steffi ließ etwas ab und ich verlor sie. Ich schaute mich immer wieder um und hoffte, dass sie wieder aufschloss. 

Als wir durch Gehlsdorf liefen, war ich erstaunt, wieviel Publikum wir doch haben. Sie feuerten uns mit vollem Elan an, sie hielten Wasserschläuche auf die Strecke und die Kleinsten klatschten ab. Das motivierte zusätzlich. Alle 3-4 km gab es einen Erfrischungsstand. Genau richtig für mich, denn jedesmal wenn ich wieder ein trockenes Gefühl im Mund hatte, kam die nächste Erfrischung. 



Weiter ging es zum Gehlsdorfer Ufer, meine alte Heimatstrecke. Leuchten am Straßenrand säumten den Weg und sogar Kinder liefen ein paar Kilometer mit uns mit. Am Dierkower Damm ging mir langsam die Puste aus, wir liefen noch weiter am Kanuverein vorbei und an den Silos brach ich plötzlich richtig ein. Der letzte Kilometer verlangte alles von mir. Die Grubenstraße ging steil bergauf und dort konnte sich mein Kreislauf überraschenderweise wieder einpegeln. Die ganze Zeit lief ich in einem Pulsbereich von 95 %. Also total am Limit. 


Wir sollten noch die lange Straße entlang laufen und eine extra Runde an der Uni vorbei. Mir kam es wie eine Ewigkeit vor und ich wollte nur noch ins Ziel laufen. 

Die Stimmung im Zielbereich war einfach super, viele jubelten und freuten sich mit uns Läufern, dass wir es endlich geschafft hatten. So hatte ich es nicht mehr in Erinnerung von den letzten Jahren und es war ein tolles Gefühl. Nach 2:08:48 Stunden lief ich ins Ziel. Steffi kam 4 Minuten später rein, etwas dehydriert, aber glücklich. Es war keine Glanzleistung von mir, aber ich war froh, es wieder geschafft zu haben. Ich war noch zu sehr im Urlaubsmodus und durch die Radtour zum Nordkapp doppelt geschwächt (am morgen diesen Tages musste ja noch unbedingt 12 km auf dem Laufband zubringen).

Beim nächsten Mal, nutzte ich die Tapering-Phase optimal aus und vielleicht werde ich es bald mal schaffen, meine Halbmarathon-Bestzeit aus 2008 zu knacken. Es war auf jeden Fall wieder sehr schön beim Rostocker Halbmarathon mitzulaufen, es hat Spaß gemacht und in den nächsten Jahren wird sich dieser Lauf wohl weiter positiv entwickeln. 

Jetzt steht erstmal weiterhin die Laufserie des Mothor-Cups an, 3 Stempel fehlen mir noch! Übrigens werde ich die Berichte von meinem ersten Duathlon und dem Kirchmöser Lauf noch nachreichen, sie sind so gut wie fertig.

Dienstag, 20. Mai 2014

10. KLOSTERLAUF in Lehnin

ODER 15 km bei strömenden Regen durch den Wald!

Dieses Wochenende sollte eigentlich ganz im Zeichen des Sports stehen. Samstag wollten wir beim Rennsteiglauf in Thüringen teilnehmen und am Sonntag durch den Lehniner Forst laufen. Ich wollte mit den Kindern die 17 km Familienwanderung von Oberhof nach Schmiedefeld laufen, während Micha sich den Marathon (Start war in Neuhaus) vornimmt. 
Allerdings wurde aus diesem Plan leider nichts. Micha plagte ein Infekt und für die lieben Kleinen wäre es bestimmt unzumutbar gewesen, alles an einem Tag mit nur einer Übernachtung zu unternehmen. Wir strichen also den Plan und ich freute mich auf den Klosterlauf in Lehnin, ca. 20 km entfernt von Brandenburg. 

Eigentlich hatte ich in letzter Zeit eher für einen 10 km Lauf trainiert, um noch einmal meine Zeiten zu verbessern. Bei der Recherche zu den Details ist mir aufgefallen, dass man lediglich 8 oder 15 km laufen kann. 8 km erschienen mir zu wenig, 15 schon fast zu viel- aber machbar. 

Gegen 9 Uhr machten wir uns bei anhaltenden Regen auf den Weg nach Lehnin. 10.00 Uhr sollten die Kinder und Walker losgeschickt werden, 10.30 Uhr die 3, 8 und 15 km Läufer. Es regnete nach wie vor. Die Anmeldung ging schnell von statten und wir erhielten sogar ein Event-Handtuch. Bei dem Regen genau das Richtige. 


Es hörte einfach nicht auf zu regnen. Pünktlich wurden wir Läufer auf die Strecke geschickt und drehten bevor es in den Wald ging noch eine Runde um den Sportplatz. 

Im Wald erwarteten uns aufgeweichte und pfützenreiche Wege. So bin ich noch nie gelaufen. Es war ein einziges Pfützen-Hüpfen im sehr aufgeweichten und modrigen Gelände. Ich hielt die Geschwindigkeit hoch, doch als ich das Schild "noch 9 km" sah, war ich schon sehr erschöpft, auf Dauer ist es sehr kräfteraubend, sich nicht nur auf die Geschwindigkeit zu konzentrieren, sondern auch auf die Bodenbeschaffenheit. Ich pegelte mich bei einer Geschwindigkeit von 5.30 min pro Km ein und wollte mich nicht weiter unter Bestzeiten-Druck setzen. Die Bedingungen waren sehr außergewöhnlich und da musste ich mich anpassen. Zeitweise dachte ich sogar ich sei Letzter, da hinter mir nichts zu hören war. 

Bei Kilometer 10 (und nach 54 Minuten) liefen wir ein Stück entlang der Autobahn und die Strecke ließ sich hier etwas angenehmer laufen. Meinen Füßen tat es gut. Bei den Verhältnissen ist richtige Fußarbeit gefragt, meine Bänder und Sehnen wurde sehr beansprucht, das kannte ich so gar nicht. Vielleicht sollte ich öfter Wald- und Wiesenläufe unternehmen. Es regnete immer noch. Ich war total durchnässt. 

Mich überkam das Gefühl, so langsam keine Lust mehr zu haben (was selten vorkommt). Ich wollte unbedingt ins Ziel. Klar, es ist erfrischend, aber Dauerregen geht auch in die Knochen. 


Da war das Schild "nur noch 2 km". Die Strecke war wirklich sehr gut ausgeschildert, ich wußte zwar nicht, wo ich gerade bin, aber wo es hingehen sollte war unfehlbar. Am Sportplatz angekommen, sollte es noch eine Ehrenrunde drum herum gehen bis das Ziel nahte. 

ENDLICH. Nach 1:23:54 Stunden lief ich plitschnass durchs Ziel. Mein kleines Supporter-Team war ebenso nass und erwartete mich schon. Paul ist derweil im Kinderwagen eingeschlafen und Frieda verfolgte sichtlich interessiert meinen Zieleinlauf. 

Danach ging es noch schnell zu der Urkundenausgabe und sofort zum Auto. Zu Hause wartete ein wärmendes Bad auf mich. 

Es gingen insgesamt 128 Läufer auf die Strecken, ich lief von den 15-Km-Läufern als 18. ins Ziel und belegte Platz 3 in meiner Altersklasse W30. Mit der Zeit bin ich ganz zufrieden, obwohl das bei den den Verhältnissen eher in den Hintergrund gestellt wird.  

In der Laufcup-Serie "Mothor Havelcup 2014" des VfL Brandenburg habe ich nun, ganz stolz, meinen 2. Stempel erhalten. Erreicht man 6 in der Laufserie in einem Jahr, erwartet mich am Ende des Jahres ein Pokal. Das dürfte doch zu schaffen sein.