Sonntag, 6. Juni 2010

Papendorfer Triathlon

Genau mein Ding - TRIATHLON. Es ist wunderbar abwechslungsreich, schnell und dynamisch. Jede Sportart beansprucht bestimmte Muskelgruppen. Ich bin begeistert.

Der erste Start gestern sollte 14 Uhr und der Zweite 15.15 Uhr sein. Wir machten uns gegen 12 Uhr mit den Rädern auf den Weg. Unglücklicherweise lagen am Gerberbruch viele Scherben. Kurz vor Papendorf geschah das Unglück - ein Platten. Micha meinte, jetzt ist alles gelaufen.

In der Hoffnung in Papendorf das Fahrrad irgendwie reparieren zu können, schob er sein Rad dorthin, während ich schon vorfuhr und uns registrierte.

Uns blieben 3 Möglichkeiten: sein Rennen absagen, das Rad schnell zu flicken oder ein Leihrad zu bekommen. Das Rad konnten wir leider nicht flicken, vor Ort waren weder Radmonteure noch hatten wir das nötige Werkzeug. Als wir schon kurz vor einer Absage standen, traf Micha plötzlich einen alten Freund, der sich sofort seinem Problem annahm. Sein Vater bot ihm als Ersatz sofort sein Rad an. Nicht das Schnellste und Beste, aber immerhin. Micha konnte starten.

Für mich ging es gegen 14 Uhr und für Micha um 15.15 Uhr an den Start.

Die Wassertemperatur war im Gegensatz zu letzter Woche mit 15 Grad sehr angenehm. Dennoch hatten viele Teilnehmer einen Neopren-Anzug an. Ich positionierte mich ganz hinten, da ich die Befürchtung hatte durch umliegende Schwimmer nicht so richtig in den fluss zu kommen und da ich nicht die schnellste bin.


Nach 19 Minuten hatte ich die 650 m hinter mich gebracht, immerhin nicht als letzte und ich fand, dass ich ein durchaus respektables Tempo hatte.

Dann lief ich so schnell wie möglich in die Wechselzone, zog mir die Schuhe an, das T-Shirt und den Helm und los ging es auf die Radstrecke.


4 Runden sollten absolviert werden. Die Strecke war sehr anspruchsvoll mit vielen Anstiegen und steilen Hügeln. Zum Glück ging es auch jedesmal wieder abwärts. Das schnellste was mir der Tacho anzeigte waren 52 km/h. Ich hielt meine Leistung konstant und hatte auch in der letzten Runde ein für mich zügiges Tempo drauf.



Leider war nicht mehr soviel Publikum an der Radstrecke, als ich wieder in die Wechselzone einbog. Ein mir entgegenkommender Autofahrer zeigte mir sogar einen Vogel, wo gibts denn sowas.

In der Wechselzone angekommen, orientierte ich mich kurz, stellte das Rad ab und flitzte weiter. Für die 20 Km mit dem Rad habe ich 57:05 Minuten benötigt, dachte eigentlich hier schneller gewesen zu sein.

Nach ca. 2-3 km hatte ich beim Laufen meinen Tritt gefunden. Leider sollte wieder eine heftige Steigung folgen. Ich nahm es mir aber nicht zu gehen. Ich lief weiter und überholte sogar noch einige Läufer. 2 Runden sollten gelaufen werden. Ich hatte das Gefühl die Strecke ging ewig so weiter, über kleinere und größere Hügel, mir begegneten Ziegen und am Rande saßen einige Hühner. Hat auch was ;o)






Für die 5 km benötigte ich 28:35 Minuten und insgesamt kam ich nach 01:44:53 Stunden ins Ziel. Die Zeit hatte ich mir während des Laufens auch vorgenommen und auf den letzten Metern nochmal alle Kräfte mobilisiert.

Im Ziel angekommen war ich voller Glücksgefühle es geschafft zu haben. Was für eine Leistung, was für ein Wettkampf. Auch wenn ich nur den 157. Platz von 170. gemacht habe, bin ich sehr zufrieden und total begeistert von dem Triathlon an sich.



Ich wollte schon immer mal einen machen und ich bin mir sicher, dass dies nicht meine letzter war. Ich hörte davon, dass in Güstrow Anfang August ein Jedermann-Triathlon statt finden soll, wer weiß, vielleicht melde ich mich noch in dieser Woche an ;o)

Micha kam nach 01:34:14 Stunden ins Ziel. Sein Kommentar lautete nur "den Platten musste ich teuer bezahlen". Die Schwimmrunde hatte er nach einer guten Zeit von 13:51 Minuten hinter sich. In der Radrunde dann das Desaster. Das Fahrrad war viel zu klein für ihn und die Gänge ließen sich nicht einstellen. Bei den Abfahrten trat er nur ins Leere und konnte kaum Tempo machen. Hier verlor er sehr viel Zeit und vor allem viel viel Kraft. Nach 56:07 Minuten kam er wieder in die Wechselzone. Für die Laufrunden benötigte er 24:21 Minuten.

Im Ziel angekommen konnte er nur fluchen und meinte, dass war für ihn das schlimmste Rennen überhaupt. Die Enttäuschung war ihm anzusehen. Er meinte nur, dass wir nächstes WE mit dem repariertem Fahrrad die Radstrecke abfahren werden.

Ich hoffe, er wird nochmal bei einem Triathlon starten, dann aber mit besserem Material.

Alles in Allem war es eine tolle Veranstaltung, man fand sich gut zurecht und die Stimmung am Straßenrand war super, außerdem gab es im Ziel den besten Hefekuchen, den ich je gegessen hatte ;o)

Bin nächstes Jahr gerne wieder dabei.

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